Gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen

Köln - Der „Internationale Tag gegen Genitalverstümmelung“ ist jedes Jahr 06. Februar. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter weist auf die Rolle der Ärzte hin. Eine Strafverfolgung der Eltern, die ihre Töchter der Genitalverstümmelung unterwerfen, bleibt meist aus.

Die Straftat kann nur verfolgt werden, wenn die Körperverletzung auch festgestellt ist, was meist durch den untersuchenden Arzt erfolgt. Der aber unterliegt der medizinischen Schweigepflicht und darf formaljuristisch seine Feststellung nicht an die Strafverfolgungsbehörden weitergeben.

Folglich will sich die Bundesärztekammer „nicht für die Einführung einer gesetzlichen Meldepflicht bei begangener Genitalverstümmelung minderjähriger Mädchen einsetzen.“ Die Ärzte sollten diese faktische Täterschutz-Haltung aufgeben und sich für den Opferschutz einsetzen. (rb/MF)

Kommentar von Jesses am 06.02.2020

So zäh, wie die Missbrauchsfälle in der Kirche behandelt werden, wird auch das Beschneidungsthema durch konservative islamische Interessenverbände ausgebremst. Die Religion stellt sich einmal mehr über das Gesetz. Beschneidung ist Körperverletzung. Wer sie vertuscht, duldet oder sogar fördert, ist ein Krimineller.

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