Mülheim - Dank eines wachsamen Zeugen hat die Polizei am 27.01. in den frühen Morgenstunden einen Einbrecher auf frischer Tat festgenommen. Gegen 3.30 Uhr beobachtete ein Fahrradfahrer auf der Frankfurter Straße zwei Männer, die das Schaufenster eines Juweliergeschäftes einschlugen.
Während das Duo die Schmuckstücke zusammenraffte, informierte der Zeuge eine vorbeifahrende Polizeistreife. Auf dem Weg zum Tatort konnten die Uniformierten einen Verdächtigen festnehmen, der Einbrecher hatte das Diebesgut noch bei sich.
Kommentar: Sehen wir es mal so: Hätten sie im Auto den Einbruch mitbekommen? Wahrscheinlich nicht. Radfahrer sind langsamer - und sehen mehr. Der Juwelier sollte aus Dankbarkeit gleich morgen neue Radständer vor seinem Laden beantragen .. (rb/MF)
Buchforst - Am 26.01. gegen 22.40h stürmten die Täter den Kiosk an der Heidelberger Straße. Während einer an der Tür Schmiere stand, bedrohten die beiden Haupttäter die Verkäuferin mit einer Schusswaffe und einem Messer und forderten Geld.
Als der Inhaber in den Verkaufsraum trat und eine Schreckschusswaffe hervorzog, flüchteten die überraschten Täter. Einen Jugendlichen nahm die Polizei unmittelbar fest, im Laufe der Nacht auch die beiden anderen Täter an ihren Wohnanschriften. (mö)
Kommentar: Die Polizei rät in solchen Fällen, sich nicht zu wehren. Aber senkt das nicht die Hemmschwelle? Wenn Halbwüchsige mit Softair-Pistolen ihr "Glück" versuchen, glauben sie, es gibt keinen Widerstand. Entschiedene Gegenwehr jetzt - oder Sozialstunden nächstes Jahr - was hilft besser? (rb)
Mülheim - „Mehr als zwei Jahre ist es her, dass sich der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) selbst enttarnte. Die rechtsterroristische Gruppe war über ein Jahrzehnt aktiv und mordete jahrelang, ohne dass ihre Existenz der Öffentlichkeit bekannt war.
Im Mai 2013 begann der Prozess gegen überlebende mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer. Gleichzeitig endeten zwei der vier parlamentarischen Untersuchungsausschüsse. Im heutigen Vortrag wird gezeigt, welches Bild des NSU sich heute zeichnet.
Wir beleuchten den politischen Kontext des „Rechtsterrorismus“ und zeigen dessen inhaltliche Entwicklungslinien auf. Wir versuchen, auf offene Fragen rund um den Komplex Antworten zu geben. Dienstag 28. Januar, 19 Uhr, Kulturbunker Mülheim, Berliner Straße 20, 51063 Köln. (mbr)