Auf der A3 in Fahrtrichtung Köln ist ein Auto unter einen Lkw geschoben worden. (Bild: Ralf Krieger)
Stau-Enden leben gefährlich
Mülheim / Leverkusen - Ein wahrscheinlich unachtsamer Lastwagenfahrer hat am Morgen einen Unfall auf der Autobahn 3 verursacht, weil er in ein Stauende hineinfuhr. Der Unfall geschah unter der Brücke Knochenbergsweg im Kurtekotten. Zwei Frauen, die in Richtung Köln unterwegs waren, wurden glücklicherweise nur leicht und mittelschwer verletzt.

Die Frauen hielten mit ihrem Wagen aus Düsseldorf gegen 9.30 Uhr am Ende des zwischen Leverkusen und Mülheim üblichen Staus. Sie wurden von dem Lastwagen, der hinter ihnen fuhr, unter den Anhänger des vor ihnen stehenden Lkw geschoben. Die Motorhaube ihres Audi wurde aufgefaltet, die Frontscheibe zerbarst. Sie konnten aber selbstständig aus ihrem Wagen aussteigen. (KStA)

Kommentar: Die Zahl der "unachtsamen LKW-Fahrer" nimmt groteske Ausmaße an. Kaum eine Woche vergeht, in der sich auf dem Kölner Autobahnring nicht ein LKW in ein Stauende bohrt. Passiert es in unserer Nähe, setzt unmittelbar nach dem Unfall ein starker Ausweichverkehr ein, der dem Unfallstau auf der Autobahn entgehen will und stattdessen die Frankfurter Straße verstopft. (rb/MF)
Auf der A3 in Fahrtrichtung Köln ist ein Auto unter einen Lkw geschoben worden. (Bild: Ralf Krieger)
Schuld sind immer die anderen
Mülheim / Köln - Man kann niemand böse sein, wenn er die Welt so sieht, wie er sie gerne hätte. Alle anderen tun das auch und das Ergebnis ist ein Zustand größt möglicher Gerechtigkeit. Allerdings wohnt die subjektive Sicht der Dinge nah an der bewussten Lüge, oft sogar der Unverschämtheit. So kommt es einem jedenfalls vor, wenn man das aktuelle Kölner Hotel-Gejammer hört:

"Die Bettensteuer, die Bettensteuer, macht Kölner Nächte viel zu teuer!" Kein Wort über jahrelange Warnungen vor Betten-Überkapazitäten in der Dom-Stadt. Kein Wort über das Hotel-Mehrwertsteuer-Geschenk. Stattdessen will man uns weismachen, Geschäftsleute, die in Köln zu tun haben, würden jetzt in Scharen in Düsseldorf übernachten. Vergrault von der Kölner Bettensteuer ..

Noch dämlicher geht's ja kaum noch. Geben doch viele Hotels die Bettensteuer gerade WEGEN der erheblichen Konkurrenz- situation erst gar nicht an die Kunden weiter. Liebe Leute, wenn wir eure Kröten schlucken sollen, müsst ihr sie schon etwas leckerer anrichten. Der Bürger mag kaum noch an ehrliche Informationen aus Politik und Wirtschaft glauben, aber er besteht auf einer halbwegs niveauvollen Unterhaltung .. (rb/MF)
Auf der A3 in Fahrtrichtung Köln ist ein Auto unter einen Lkw geschoben worden. (Bild: Ralf Krieger)

Sandsturm verursacht Massenunfall
Mülheim / Kravelsdorf - Auf der Autobahn 19 bei Rostock hat sich heute ein verheerender Massenunfall mit 50 Fahrzeugen, 100 Verletzten und 10 Toten ereignet. Der EXPRESS schreibt: "Binnen Sekunden war da soviel Sand, dass die Sicht plötzlich gleich null war. Die Fahrer hatten kaum eine Chance. Der Erste hat abgebremst und der Rest ist hinten drauf .. "

Kommentar: Warum titelt fast die gesamte deutsche Medienlandschaft so, als wäre der Sandsturm an diesem Unfall schuld gewesen? Einen Sandsturm kann man nicht vor Gericht zerren und verurteilen. Wäre nicht "Massenunfall durch überhöhte Geschwindigkeit" die zutreffende Überschrift? Denn der entscheidende Fehler passierte hier:

"Dann hat der erste abgebremst." Hat der nachfolgende Verkehr die Situation noch nicht begriffen, kann Bremsen tödlich sein. Denn es wird regelmäßig zu schnell mit zu geringen Sicherheitsabständen gefahren. Weiterfahren, so schnell wie möglich rechts ran und hinter der Leitplanke Schutz suchen, darauf sollte man ernsthaft vorbereitet sein. (rb/MF)

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Redaktion Mülheimer Freiheit
NRW
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