Robert Zollitsch, Bild dpa
Späte Entschuldigung
Mülheim /Freiburg - Dem Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch als Vorsitzendem der Deutschen Bischofskonferenz ist die Anspannung deutlich anzumerken, als er am Montagnachmittag zum Auftakt der Frühjahrsvollversammlung vor die Mikrofone tritt: Zollitsch zeigt sich erschüttert von den Fällen sexuellen Missbrauchs an katholischen Schulen.

"In aller Deutlichkeit unterstreiche ich: Sexueller Missbrauch an Minderjährigen ist immer ein abscheuliches Verbrechen." Und dann folgt ein Bekenntnis, zu dem sich die katholischen Oberhirten in dieser Klarheit bislang nicht hatten durchringen können. "Ich entschuldige mich im Namen der Kirche in Deutschland bei allen, die Opfer eines solchen Verbrechens wurden." (KStA)

Kommentar: Die Kirchenoberen bezeichnen sexuellen Mißbrauch als abscheuliches Verbrechen. Verbrechen, deren Aufklärung sie bei Androhung der Exkummunikation eisern als interne Angelegenheit behandelt und eine juristische Aufarbeitung unterdrückt haben. Was ist das für ein Staatsverständnis, das Straftäter deckt? Was ist das für ein Menschenverständnis, das trotz der Verbrechen am Zölibat festhält? (rb/MF)

Robert Zollitsch, Bild dpa
Schule und Zirkus
Höhenhaus - "Die Bedingungen bei den Radelitos sind einfach optimal", sagt Vivian Paul. Die 20-jährige Tochter von Roncalli-Chef Bernhard Paul trainiert genau wie der russische Ballett-Tänzer und Akrobat Juri Selezen (27) schon seit zwei Wochen täglich mit den Nachwuchsartisten des Schulzirkus "Radelito".

Gleichzeitig kann Vivian bei ihrem Training ein Auge auf ihre kleinere Schwester Lilli (11) werfen, die zum Radelito-Ensemble zählt. Die Profi-Artisten bereiten sich dort für die Opening-Nummer des neuen Roncalli-Programms vor, das am 10. März auf dem Neumarkt Premiere hat.

Radelito-Kollegin Geraldine Philadelphia (13), deren Vater Patrick bei Roncalli als Betriebsleiter tätig ist, geht derzeit in die achte Klasse. Die beiden Mädchen bringen ihre Talente ins neue Radelito-Programm ein. "It's Showtime" lautet das Motto und dafür laufen derzeit die Proben - in allen Pausen und Freistunden. In vier Wochen soll Premiere sein. (KStA)
Eingang zur Brache Güterbahnhof (rb/MF)
Neue Arbeit für Mülheim?
Mülheim - Seit fast zwei Jahren gibt es das Mülheim-Programm, aber erst jetzt lässt sich die Verwaltung dazu herab, die Bürger zu informieren. Auch das nur, weil OB Roters die Stadtentwicklung an sich gezogen hat. 30 Jahre war Mülheim Sanierungsgebiet, 250 Millionen wurden verbaut  Als Ergebnis hat das Stadtviertel die höchste Arbeitslosigkeit in Köln und die schlechteste Schul- und Berufsausbildung.

Seit 20 Jahre liegt die Mitte brach. Aber wer Arbeit schaffen will, wird ausgebremst. Eine geplante Bauteilbörse auf der Industriebrache wird so umgestrickt, dass keine Dauerarbeitsplätze, sondern Beschäftigungsmaßnahmen der ARGE entstehen. Für ein Internationales Geschäftshaus einer deutsch-türkischen Initiative gibt es kein Grundstück und auch kein Geld. Die Bau und Arbeitsprojekte des Architekten Kai Büder können nicht starten, weil Grundstücke fehlen.

Mülheim hat eine so hohe Arbeitslosigkeit, dass sich die EU Sorgen um den Stadtteil macht. Um unserem Stadtteil zu helfen, hat die EU 40 Millionen € für lokale Ökonomie bereitgestellt. Jetzt sollten wir in Mülheim alle gemeinsam darauf achten, dass dieses Geld nicht verplempert wird oder versickert, sondern gemäß seinem Förderzweck umgesetzt wird. (SSM)
Eingang zur Brache Güterbahnhof (rb/MF)
Rebuild Reading
Mülheim - "Hilfsorganisationen in Deutschland rufen zu Spenden für die Opfer des Erdbebens in Haiti auf. Lassen Sie uns gemeinsam helfen. Einnahmen und Spenden an diesem Abend gehen alle an unseren Partner UNICEF Deutschland."

Mit diesen Worten lädt das Hotel New Yorker in Mülheim zu einer Lesung für den Wiederaufbau Haiti's ein: Ingeborg Semmelroth liest die Meistererzählungen von Stefan Zweig. Das Motto: Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.

Mittwoch, 24.02.10, 20 Uhr, Hotel New Yorker, Deutz-Mülheimer-Straße 204, 51063 Köln-Mülheim, freier Eintritt, aber spenden Sie kräftig! Um Anmeldung bis zum 19.02.10 wird gebeten: 0221-47330 oder Mail an events@thenewyorker.de.
Christuskirche Dellbrück, Bergisch Gladbacher Ecke Dellbrücker Mauspfad. (Bild rb/MF)
Kann Köln es besser?

Dellbrück - Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs am 3. März 2009 hat auch einige Säulen der Kölschen Lebensart ins Wanken gebracht: "Et hätt noch immer jot jejange" taugt seitdem kaum noch als Motto, um Schlamperei, Inkompetenz und Klüngelwirtschaft mit einem achselzuckenden "Wat wellste maache?" zu rechtfertigen.

Gut 100 Tage nach Amtsantritt stellt sich Jürgen Roters beim "Dellbrücker Forum" kritischen Fragen von Moderator Arnd Henze und dem Publikum. Weitere Gäste sind Frank Deja von der Initiative "Köln kann auch anders - Schluss mit lustig", der freie Journalist Frank Überall sowie Vertreter sozialer Projekte.

Zum Auftakt macht sich der Kabarettist Jürgen Becker zur Kölner Politik. Die Veranstaltung "Lehren aus dem Stadtarchiv-Einsturz-kann Köln es besser?" leitet WDR-Journalist Arnd Henze. Das Forum findet am Mittwoch, 24.02 um 20 Uhr in der Christuskirche Köln-Dellbrück, Bergisch Gladbacher Str. 848 statt.

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Redaktion Mülheimer Freiheit
NRW
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