02.03.2018
Nicht alles gut - aber alles in Ordnung?

Karlsruhe - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Mordurteil gegen Raser aufgehoben. Er gab der Revision zweier Männer statt, die das Landgericht nach einem Autorennen mit tödlichem Ausgang zu lebenslanger Haft verurteilt hatte.

Aus Sicht des Landgerichts hatten die Raser den Tod anderer billigend in Kauf genommen. Der BGH sieht den Vorsatz - Voraussetzung für ein Mordurteil - nicht belegt. Er verwies die Sache zur Neuverhandlung an das Landgericht zurück.

Die beiden Raser können nun auf eine wesentlich mildere Strafe hoffen. Bei einer fahrlässigen Tötung reicht der Strafrahmen von einer Geldstrafe bis zu fünf Jahren Haft. (Kölnische Rundschau)

Kommentar von Biker am 02.03.2018

Gerichte rächen nicht. Die Raser wollten sicher niemanden gezielt und vorsätzlich umbringen. Es war also kein Mord. Aber sie nahmen den Tod anderer Verkehrsteilnehmer billigend in Kauf. Dafür sind fünf Jahre Knast und lebenslang den Führerschein weg eine angemessenere Strafe als zwei Jahre auf Bewährung, wie das bislang in Köln üblich war.

 

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