11.11.2017
Mülheimer "Drogerie"

Mülheim - Nachdem der Rat die Einrichtung eines Drogen- Konsumraums nahe des Wiener Platzes beschloss und der Ebertplatz wegen Gewaltexzessen der Drogenszene auffällig wurde, machen sich die Mülheimer Gedanken über den Wiener Platz.

Zur Szene derer, die den Platz zu ihrem Treffpunkt machen, zählen Wohnungslose, Alkoholiker oder Drogenkonsumenten, auch Osteuropäer und afrikanische Zuwanderer. Meist an den Sitzbänken zu beiden Seiten oder in den Unterführungen zur Buchheimer und Bachstraße.

Beobachter der Szene, wie Anwohner Rolf Bauerfeind oder Helmut Zoch vom Bürgerverein Mülheim sagen, dass es noch überwiegend friedlich zugehe. Aber die Befürchtungen wachsen: Was, wenn vom Ebertplatz vertriebene aggressive Drogendealer nach Mülheim ausweichen? (KStA)

Kommentar von Flaneur am 11.11.2017

Die Szene kann sich deshalb ungehindert breitmachen, weil die bürgerliche Gesellschaft den Platz längst aufgegeben hat. Aus nachvollziehbaren Gründen: Rund um den Platz gibt es kein Café, keine Gaststätte, keine Eisdiele, weder Stuhl noch Tisch. Unwirtlicher kann man einen Platz kaum gestalten und das rächt sich jetzt. Denn eine gute Aufenthaltsqualität schafft Anwesenheit, soziale Kontrolle und hält Störer fern. Aber der Architekt dieser Bausünde schwafelt immer noch vom "Geist des Platzes" und verhindert jede Änderung.

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