03.07.2017
Personenschutz für Moschee-Gründerin

Berlin - Die Gründerin der liberalen Moschee, Seyran Ates, erhält wegen Morddrohungen rund um die Uhr Personenschutz. In der Moschee dürfen Frauen und Männer, Sunniten, Schiiten und Aleviten gemeinsam beten.

Die Moschee steht für einen säkularen liberalen Islam. Auch Erdogan soll auf eine Schließung der liberalen Moschee gedrungen haben. Bei der Bundesregierung soll eine entsprechende Forderung aus Ankara eingegangen sein. Ates bestätigte das.

Das auswärtige Amt hält sich dagegen noch bedeckt. Ates: "Das zeigt mal wieder, welchen Geistes Kind Erdogan ist, der die Demokratie nie verstanden hat, beziehungsweise sie nie wollte. Erdogan hält nichts von persönlichen Freiheiten. (T-Online)

Kommentar von Demokrit am 03.07.2017

Die Hauptfeinde von Muslimen sind weder Pegida noch die AfD, sondern andere Muslime. Ates wurde wegen ihrer Arbeit als Anwältin angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Dafür gibt es weder Gedenktag, Solidaritätsfest noch Denkmal. Sie hat ja nur Menschenrechte und Demokratie verteidigt. Wen Deutschland aber schützt, sind die reaktionären und intoleranten Muslime, die, wie jetzt, Ates mit dem Tod bedrohen. Kann dieses Land überhaupt noch Freund und Feind voneinander unterscheiden?

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