Mülheim - Wirb oder stirb! - Klotzen statt Kleckern! - Grün ist die Hoffnung! - Sowas fällt einem ein, wenn man zufällig das riesige Wahl-Werbeplakat der Grünen auf dem Clevischen Ring sieht. Die Betonung liegt auf "wenn".
Denn das bestimmt 80m² große Wahlplakat hängt an der straßenabgewandten Seite des Hauses und ist kaum zu sehen. Das ist vielleicht auch besser so, denn der Text auf dem Plakat hat keinen Wert: "Menschlichkeit kennt keine Obergrenze". Keine Obergrenze?
Mein Nachbar geht pleite. Ich kann ihm ein Bier ausgeben, aber nicht seine Firma retten. Meine Mutter fällt hin und ich kann ihr nicht aufhelfen: Sie ist zu schwer, ich bin zu leicht. Alles menschliche Tun hat seine Grenzen, warum behaupten manche das Gegenteil? (rb/MF)
Mülheim - Nein, es war einfach nicht ihr Tag. Dabei hatten die beiden Einbrecherinnen, die Dienstag in Mülheim ihr Unwesen trieben, einen todsicheren Plan. Aber den hatte auch ein gewisser General Custer zur Zeit der Indianerkriege .. (PP)
Kommentar: Wir empfehlen die vollständige Lektüre des Polizeiberichts. Immer, wenn die Pressestelle in der Asservatenkammer genascht hat, gehen mit ihr Literatengaul und Poesiestute durch. Herrlich. Man sollte ausgesuchte Polizeiberichte zusammentragen.
Und kurz vor Weihnachten, als Buch zusammengefasst, in die Buchhandlungen bringen. Unsere Redaktion erklärt sich spontan bereit, davon 100 Exemplare zu erwerben. Wir stellen die gerne der JVA Köln als Weihnachtslektüre für die Gefangenen zur Verfügung. (rb/MF)
BRD - Bayern Münchens Präsident Hoeneß sieht sich zu Unrecht verurteilt. "Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war." Ein Freispruch wäre völlig normal gewesen.
Das sagte der 65-Jährige in Vaduz, Liechtenstein bei einem Galadiner mit dem Motto "meet the president". "Mein wirtschaftliches Ergebnis bei der Bank Vontobel von 2001 bis 2010 war minus drei Millionen Euro. Ich habe über 40 Millionen Strafe gezahlt." (T-Online)
Kommentar: Die strafbefreiende Wirkung der Selbstanzeige gilt nur dann, wenn man die hinterzogenen Beträge auch korrekt angibt. Hoeness hat das nicht getan und musste nacherklären. Damit entfiel die Strafbefreiung und er ging zu Recht in den Knast. (rb/MF)
Kalk - Haben Sie Freude am Umgang mit einem multikulturellen Publikum, besonders Kindern und Jugendlichen? Das Team der minibib im Wasserturm sucht ehrenamtliche Helfer.
Zu den Aufgaben gehören drei Stunden Auskunft und Aufsicht an einem festen Tag in der Woche. In der minibib ist eine unbürokratische Ausleihe ohne Angabe von persönlichen Daten und Ausweis an alle Besucher möglich.
Sie erhalten einen kostenlosen Mitgliedsausweis der Stadtbibliothek, eine Schulung und Einladungen zu besonderen Veranstaltungen der Stadtbibliothek. Frau Kolinski berät sie gerne! (Stadt Köln)
Köln - Die Uhr tickt für Spielhallen und Wettbüros. Im November greift der neue Glücksspielstaatsvertrag in NRW. Damit werden viele der Spielhallen in der Domstadt schließen oder ihren Betrieb erheblich verändern müssen.
Nach Schätzungen der Verwaltung gibt es 1.000 Wettbüros in Köln, nicht alle legal. Die Verwaltung verfolge das wegen Personalmangels nicht. Nach der Neuregelung darf Köln nur noch 40 Kozessionen für Wettbüros stadtweit vergeben, 960 müssten dann schließen. (KR)
Kommentar: Die Stadt schätzt die Zahl der Wettbüros in Köln auf 1000, von denen sie 960 schließen müsste. Na, da werden aber Krankheit, Urlaub und Versetzungsanträge in der Verwaltung noch mal richtig zulegen, wollen wir wetten? (rb/MF)