18.12.2007
Schon mal abgeschoben
Mülheim - Die Wut bei der Familie von Opa Johann (74) wächst. Denn Amine A. (27), der Mann, der dem Rentner die Beine abfuhr, ist ein hochkrimineller Ganove. Einmal wurde er bereits aus Deutschland abgeschoben. Amine A. ist den Mitgliedern mehrerer Kölner Gangs bestens bekannt – genauso wie seine drei Brüder. Alle fahren Autos der Luxusklasse, nur einer von ihnen betreibt einen Kiosk. Auch für die Kripo sind die Brüder alte Bekannte durch verschiedene Verfahren wegen Menschenhandels und Prostitution.

Amine A. vor allem deshalb, weil seine Ex-Frau gegen ihn aussagte. Ein Ermittler: „Amine prügelte sie, schickte sie auf den Strich. Die Ehe war eine Scheinehe. Irgendwann vertraute sie sich uns an. Dann kam er in Abschiebehaft.“ Die Kripo-Akte und das Vorstrafenregister des 27-Jährigen ist so dick wie ein Telefonbuch. Vor allem wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Erpressung saß Amine A. immer wieder. Bevor er nach Algerien abgeschoben wurde, büßte er in Ossendorf und in Büren bei Osnabrück Haftstrafen ab.

Mit einem Trick gelangte er wieder nach Köln: Amine A. nutzte die Naivität von Manuela W. während seiner Knastzeit aus. Die 23-Jährige hatte ihn schon immer angehimmelt. Als er in Algerien war, flog sie zu ihm. Sie wurde schwanger und klagte mit Amine A. vor dem Verwaltungsgericht in Berlin – mit Erfolg. Er durfte 2007 wieder einreisen .. (EXPRESS, Oliver Meyer)