28.02.2017
Lebenslänglich für Autoraser
Berlin - Zu "Lebenslänglich" verurteilte jetzt ein Berliner Gericht zwei Autoraser, die bei einem illegalen Autorennen einen Unbeteiligten töteten. Die auffällige Härte des Urteils lässt andere Urteile umso absurder erscheinen.

Nicht nur im Kölner Schramma-Fall konnten die Totraser dank der günstigen Sozialprognose nach der Verhandlung nach Hause gehen. Auch beim Auenweg gab es Bewährung. Sind die Kölner Urteile nicht um soviel zu lasch, wie das Berliner Urteil zu hart ist?

Der Grund könnte sein, dass die Urteile in beiden Fällen weniger auf die Tat selber, als vielmehr auf die Wirkung des Urteils auf die Gesellschaft abzielen. Richter als Therapeuten. Aber wenn schon "Null Toleranz" für Autoraser, warum nicht gleich so? (rb/MF)