03.05.2008
Anklage gegen Todesfahrer
Mülheim - Am 9. Juni um 10.30 Uhr wird Amine A. vor dem Amtsgericht der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27-jährigen Algerier fahrlässige Tötung, Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrerflucht vor. Am 13. Dezember hatte A. auf der Genovevastraße in Mülheim einen Rentner angefahren, der Wochen später im Krankenhaus starb. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Folgen des Unfalls den Tod verursacht haben.

Seit einer Woche sitzt Amine A. in Haft, weil er gegen Bewährungsauflagen aus einer früheren Verurteilung wegen Raubes und gemeinschaftlicher Körperverletzung verstoßen hatte. Vom Ausgang der Hauptverhandlung im Juni könnte abhängen, ob der zweifache Vater in seine Heimat abgeschoben wird. Das Ausländeramt will das Urteil in seine Entscheidung miteinbeziehen.

Wegen Verdachts auf Sozialbetrug hatte die Stadt A. und seiner Lebensgefährtin nach dem Unfall in Mülheim die Hartz-IV-Zuwendungen gestrichen, musste die Zahlungen an die „Bedarfsgemeinschaft“ jedoch nach einem Vergleich vor dem Sozialgericht kürzlich wieder aufnehmen. .. (KStA/ts)