18.11.2011
Schöner schaufeln
Mülheim - Wir berichten laufend über die Entwicklung des ehemaligen Güterbahnhofs in Mülheim. Das Gelände wird seitlich durch die Schanzenstraße und Markgrafenstraße begrenzt, im Süden durch die Keupstraße und im Norden durch die Bahntrasse. Über viele Jahre bemüht sich eine lokale Initiative, auf dem Gelände Wohnen und Arbeiten anzusiedeln.

Eine eigene Genossenschaft wurde gegründet, um dem Vorhaben einen planungssicheren Rahmen zu geben. Es sieht zu Zeit nicht gut aus für die Planungen "von unten". Der mehrfache Besitzerwechsel des Grundstücks hat jede soziale oder städtebauliche Bindung des Eigentümers an den Stadtteil aufgelöst. Von den Parteien vor Ort gehen kaum Impulse aus, die auch Wirkung zeigen würden.

Es scheint sich die SPD durchzusetzen, die ihr Heil in engen Beziehungen zu Investoren und der Schaffung von Arbeitsplätzen sieht. Blütenträume wie ein Umwelt- und Recycling-Center werden von den Wirtschafts-Realos als zu planungsaufwendig und vor allem nicht finanzierbar betrachtet. Das Schanzenviertel bleibt so aber vom "übrigen" Mülheim getrennt und wird kaum zusammenwachsen. (rb/MF)