10.08.2011
Neues vom Güterbahnhof
Mülheim - Der Kampf um die alten Güterhallen in der Schanzenstraße in Köln-Mülheim ist in eine neue Phase getreten. Noch-Eigentümer Aurelis hat die Abbruchfirma Krämer aus Bergisch-Gladbach beauftragt, das Pflaster im Hof herauszureißen,  einen Graben quer über den Hof zu ziehen, an den Gebäuderampen die Brücken abzubrechen und die Einfahrt mit einem Erdhaufen zuzuschütten.

Damit sollen ganz offensichtlich die beiden religiösen Gemeinschaften, die Teile der Güterhallen für ihre religiösen Versammlungen  nutzen, vom betreten der Gebäude abgehalten werden. Da die Rampen und Gitter teilweise im Eigentum der Gemeinden waren, haben diese die Polizei geholt und bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet.

Der Zugang zu den Hallen wird heute das Amtsgericht beschäf- tigen. Anwalt Happe stellt einen Antrag auf einstweilige Verfügung, mit dem Aurelis und Krämer weitere Abbruchmaß- nahmen verboten werden sollen. Weiter soll das Gericht die Eigentümer verpflichten, den ungehinderten Zugang zu den Gebäuden wiederherzustellen. Eine Entscheidung steht noch aus. (rk/SSM)