02.07.2010
Nicht störend, gut gemacht
Mülheim/Riehl - Es hätte schönere Plätze für die jüngste Skateboard-Anlage in Köln geben können. Zugig und finster geht es unter der Mülheimer Brücke in der Nähe der Slabystraße zu, überall Stahl und Beton und von der Wand grinst finster ein giftgrüner Graffiti-Gnom ins Halbdunkel. Ein trister Flecken, ein Unort, aber ein Ort, an dem die Jugendlichen ihre Rollbretter über den Betonboden schnurren lassen können.

Innerhalb von zwei Wochen haben sie sich eine Rampe (Quarter Pipe) und einen kleinen Hügel aus Beton aufgebaut. Wenn alles gut geht, wird die Stadt das zunächst illegal ausgetüftelte Projekt rechtlich absichern. Nach einer Prüfung der Anlage kamen die Männer vom Bauhof zum Schluss, dass die Anlage an der Stelle "nicht störend und gut gemacht" sei, sagt Klaus Neuenhöfer vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik.

Der Verein Dom-Skateboarding will nun eine Sondernutzungs- Genehmigung beim Bauverwaltungsamt erwirken. Neuenöfer würde den Antrag aus baulicher Sicht befürworten. Alternativen gebe es in Köln nur wenige. Die von der Stadt geplante Skateranlage am Südkai ist noch nicht fertig, und der Eintritt an der Northbrigade in Weidenpesch von drei Euro sei manchem Jugendlichen schlicht zu hoch. (KStA)