Singkreis in einer Kita am Kölnberg. Foto: Bause
22.03.2013
Preisgekrönt und gefährdet
Mülheim - Die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich vertieft sich,  stellt die Jury des Preises „Soziale Stadt 2012“ fest. Das 2006 von Verwaltung und Wohlfahrtsverbänden in Köln gestartete Reformprojekt „Lebenswerte Veedel“ setzt dem das Prinzip der Sozialraumorientierung dagegen.

Durch die ganzheitliche Betrachtung eines Veedels sollen sinngemäß die Selbstheilungskräfte des ganzes Viertels aktiviert werden. So soll verhindert werden, dass ganze Stadtteile abgehängt werden. Trotz des  Lobes steht das Programm jetzt zur Debatte.

Die Dezernentin für Jugend und Bildung, Agnes Klein, will 660 800 Euro für die Stellen der elf Sozialraumkoordinatoren streichen. Die Sozialraum-Mittel sollen dagegen erhalten bleiben. Die Arbeit der Koordinatoren soll von den städtischen Bezirksjugendpflegern übernommen werden. (KStA)