30.03.2019
Mülheimer Bahnunglück 1910

Mülheim - "Das Geschrei und Stöhnen der Verwundeten und das Röcheln der Sterbenden war herzzerreißend und weithin hörbar. Helfer und Zuschauer wurden angesichts der erschütternden Szenen von Ohnmachtsanfällen betroffen."

In ihrer Ausgabe vom 31. März 1910 berichtete die "Kölnische Zeitung" über ein Eisenbahnunglück mit 22 Toten und vielen Verletzten. Das hatte sich Tags zuvor in der Nähe des Hauptbahnhofs der damals selbständigen Stadt Mülheim am Rhein ereignet.

Am 30. März, um 13.57 Uhr, war der Expresszug 174 des Norddeutschen Lloyd, ein Luxuszug, der um 7.11 Uhr den Bahnhof Altona verlassen hatte, in den Militärurlauberzug Nr. 40 gerast. Der Lokführer des Luxuszuges hatte ein Haltesignal übersehen." (KStA)