11.10.2009
Haarige Löhne
Mülheim - Wir haben in den vergangenen Wochen über den Zusammenhang von Wahlmüdigkeit und Armut berichtet. Wirtschaftlich arm heißt eben auch oft politisch desinteressiert. Die Wirtschaft lässt das Thema kalt, Hauptsache das Geschäft läuft. Die Politik ignoriert das Problem ebenfalls: Mehrheit bleibt Mehrheit, auch wenn nur 10% zur Wahl gehen.

Die Meldungen über Ausbeutung und Armut reißen indes nicht ab: "Es gleicht moderner Sklaverei: Im Kampf gegen Schwarzarbeit und Lohndumping hat das Hauptzollamt Köln Anfang Oktober 150 Friseursalons in NRW überprüft. Im Einzelfall wurden dabei Stundenlöhne von nur 1,50 bis fünf Euro festgestellt.

In Köln, Bonn, Rhein-Erft-, Rhein-Sieg-, Rheinisch-Bergischen und dem Oberbergischen Kreis wurden insgesamt 450 Arbeitgeber und Beschäftigte befragt." - Und Sie, liebe Leser? Wissen Sie, was Ihr Friseur verdient? Oder ist es Ihnen egal? (T-Online)