Schanzenviertel in Köln-Mülheim
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14.10.2017
Ulrepforte vor Abriss bewahrt

Mülheim - 1907 schenkte Antoinette Guilleaume, Witwe des Gründers des Mülheimer Kabelwerkes Franz Carl Guilleaume, die Ulrepforte der Stadt Köln. 1861 hatten die Guilleaumes das ehemalige Stadttor erworben. 1884/ 85 wurde es von Vinzenz Statz restauriert und zu einem Restaurant umgebaut.

Die 1826 gegründete Seilerei Felten & Guilleaume hatte ihre Ursprünge am Kartäuserwall neben der Ulrepforte. 1874 wurde die zwischenzeitlich aufgenommene Kabelproduktion in das neue Carlswerk in Mülheim verlagert, aus dem sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das bedeutendste Kabelwerk Europas entwickelte.

Zahlreiche Spenden und Stiftungen, wie die heute noch existierende Guilleaume-Stiftung St. Antoniusheim für Kinder und Jugendliche, stammen aus dieser Zeit. Nach dem 2. Weltkrieg ging die Ulrepforte in den Besitz der Kölschen Funken Rut-Wiess über, die das schwer beschädigte Bauwerk instand setzten und seitdem nutzen. (rb/MF)


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